Ansfeldner Betriebe unterstützen Flüchtlinge

Dieser ukrainschen Flüchtlingsfamilie verschafften die Bugaris ein Ersatzauto. Nach der Kollision mit einem Panzer konnte das eigene Fahrzeug nicht mehr repariert werden. Ansfeldens Ortschef Christian Partoll (2. v. r.) dankt den Bugaris für den unermüdlichen Einsatz für die Flüchtlinge. Foto: Christian Partoll

Nur mit dem Nötigsten im Kofferraum suchen immer mehr Ukrainer Zuflucht in Österreich. Auf dieser Reise ins Ungewisse stranden zur Zeit einige Ukrainer, aufgrund der angrenzenden Autobahn, auch in Ansfelden.

ANSFELDEN. Oftmals, aufgrund von gravierenden Schäden an den Fahrzeugen, sind die Kriegsflüchtlinge zum Zwischenstopp gezwungen. Hier finden diese in Ansfelden, beim Kfz-Betrieb von Adri und Nuri Bugari, in Form einer kostenlosen Reparatur, einen rettenden Anker. 

Familie Bugari gibt die Unterstützung weiter

1998 flüchtete Nuri Bugari mit seiner Familie vor dem Krieg im Kosovo nach Österreich. Aus dem Nicht heraus haben die Brüder einen Kfz-Betrieb, mit fünfzehn Angestellten, aufgebaut.
Mit seiner Familie vom Kosova nach österreich gekommen. Aus nichts hat er, und sein Bruder, einen Kfz-Betrieb aus dem Nichts aufgebaut. Nun möchten von der selbst erfahrenen Unterstützung etwas weitergeben. Vergangenes Wochenende verschafften die Bugaris einer ukrainischen Familie kurzer Hand ein Auto zur Weiterfahrt. Das Fahrzeug der Familie konnte, aufgrund starker Schäden durch die Kollision mit einem Panzer, nicht mehr hergerichtet werden.

Quartier für die Nacht gefunden

Ein großes Herz bei der Suche nach einem kurzfristigen Schlafplatz beweisen die Ansfeldner Beherbergungsbetriebe. So durften viele Familien eine kostenlose Nacht in Ansfeldner Unterkünften verbringen. „Auch ich werde täglich von den Betrieben aber auch Privatpersonen kontaktiert und bin stets bestrebt hier bestmöglich mitzuhelfen“, so Ansfeldens Bürgermeister Christian Partoll der von der Hilfsbereitschaft der privaten Initiativen in Ansfelden überwältigt ist. 

„Dankbarkeit ist stark zu spüren“

Partoll: „Das Wochenende habe ich damit verbracht, einige der zahlreichen Privatunterkünfte zu besuchen, wo Familien aus dem Kriegsgebiet untergebracht sind so Partoll. Die Dankbarkeit ist stark zu spüren und besonders die Kinderaugen sagen uns, dass es richtig ist hier zu helfen. Die Stadt Ansfelden ist auch bestrebt, Schul,- und Kindergartenplätze für die bei Familien untergebrachten Kinder zu organisieren.“

Kritik in Richtung Landes- und Bundespolitik

Bei aller Gastfreundschaft der Ansfeldner – so hat man auch flüchtende Frauen und Kinder selbst aus Nachbarländern abgeholt und bei sich zuhause untergebracht – kritisiert Ansfeldens Stadtoberhaupt die fehlende staatliche Unterstützung. „Hier wünsche ich mir eine bessere Kommunikation und Planbarkeit für die Kommunen wünscht. Für das Miteinander und die große Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung möchte ich mich jedoch herzlich bedanken.“

Aufnahme von Geflüchteten

Private Quartiere können unter der Telefonnummer 0732 7720/16 200 (während der Geschäftszeiten) bzw. unter der E-Mailadresse nachbarschaftshilfe@ooe.gv.at gemeldet werden.