Wies: Große Hilfsbereitschaft für Flüchtlinge

Gemeinsame Aktion in Wies: Die Spendenbereitschaft der Menschen für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine ist enorm. Foto: Waltl

Bereits einige Tage nach Kriegsbeginn in der Ukraine hat Melina Schuster in privater Eigenregie eine Sammelaktion ins Leben gerufen. Inzwischen sind auch einige Flüchtlinge in der Markgemeinde Wies untergebracht.

WIES. An zwei Samstagen haben etliche Menschen dabei geholfen, die angelieferten Sachspenden im Rahmen der Sammelaktion von Melina Schuster abfuhrbereit zu verpacken.

Viele helfende Hände

„Es ist alles wie am Schnürchen gelaufen. Dafür möchte ich mich herzlich bei allen bedanken, die dabei mitgeholfen haben, denn nur gemeinsam konnte das Schlichten, Schleppen, Stapeln sowie der Abtransport nach Graz so tadellos klappen“, so die Initiatorin der Sammelaktion, Melina Schuster.

Dank gilt auch der Fam. Gottfried und Vroni Semmernegg für das bereitstellen des Parkbereiches für die Ladetätigkeiten sowie den Kamerad:innen der FF Wernersdorf mit Eva und Christian Schuster und der FF Wielfresen mit Alfred Maurer sowie der Marktgemeinde Wies für die weitere Unterstützung.

Die Kleinen der Kinderkrippe „Schlumpfhausen“ waren mit Windeln und Babynahrung bei der Sammelaktion fleißig dabei.

Berührend war die Spendenbereitschaft der jüngsten Gemeindebewohner:innen: Die Kinderkrippe „Schlumpfhausen“ beteiligte sich mit Windeln und Babynahrung an der Sammelaktion. Auch der Wieser Kindergemeinderat stellte sich mit zahlreichen Spenden und Unterstützung ein.

Hilfe für eine Familie aus der Ukraine

Aber für die Marktgemeinde Wies ist es nicht mit einer Sammelaktion abgetan. Innerhalb von drei Tagen konnte eine Gemeindewohnung für eine vierköpfige Familie mit Sachspenden ausgestattet werden, eine Familie, die bereits zum zweiten Mal alles verloren hat. „Bereits vor 25 Jahren ist die Familie aus Georgien geflohen. Nach dem Aufbau einer neuen Existenz in der Ukraine steht sie jetzt in Folge der Kriegswirren erneut vor dem Nichts“, erklärt Bgm. Josef Waltl zu diesem tragischen Schicksal.

Bei einem Nachmittag haben sich die aus der Ukraine geflüchteten Menschen und ihre Betreuer besser kennenlernen können.

Außerdem haben bei Elfriede und Gerfried Schmidt drei Frauen aus der Ukraine Unterschlupf gefunden. Dabei braucht besonders die krebskranke Oma vermehrt Unterstützung. GK Marlies Schuster und Manfred Pototschnik haben ihr Ferienhaus geöffnet, sodass mit dem zweijährigen Martin eine weitere Familie eine sichere Unterkunft hat.

Um sich auch untereinander zu vernetzen und wieder ein Gespräch in der Muttersprache führen zu können, hat man in der Marktgemeinde Wies bereits einen gemütlichen Nachmittag zum Kennenlernen unter den schutzsuchenden Menschen aus der Ukraine und den Betreuer:innen verbracht.