Grazer Sportvereine integrieren ukrainische Kinder

Klaus Höllbacher
Möchte Sport als verbindendes Element zwischen den Grazer:innen und den geflüchteten Ukrainer:innen sehen: Klaus Höllbacher (c) Konstantinov

Den Zugang zum sportlichen Angebot der Stadt Graz auch für ukrainische Kinder zu öffnen, ist das Ziel einer Initiative, die ein Grazer kürzlich gestartet hat und die bereits auf großes Echo gestoßen ist. Auch andere österreichische Städte haben die Idee schon aufgegriffen und starten nun ähnliche Aufrufe.

GRAZ. Sport als Brücke: Diese Idee hat Klaus Höllbacher via Facebook unter die Grazer Community gebracht: „Mein Idee war einfach, den unzähligen Kindern und Jugendlichen, die aus der Ukraine geflüchtet sind, hier bei uns zumindest teilweise jene sportlichen Möglichkeiten zu bieten, die sich auch zu Hause gehabt haben.“ Dafür will der Präsident des Verbands der Tanzlehrer Österreichs seine Kontakte nützen. „Ich habe alle Vereine angeschrieben, die ich kenne, von den Judokas bis hin zu Tennis“, schildert Höllbacher. 

Der ASKÖ hat bundesweit bereits eine ähnliche Aktion gestartet, wofür ASKÖ-Präsident Hermann Krist innerhalb der Landesorganisationen große Zustimmung erhalten hat. „Die ASKÖ-Landesverbände werden sich ab sofort bemühen, in ihrem Wirkungsbereich Gratis-Teilnahmen im Kinder- und Frauenbereich zur Verfügung zu stellen“, heißt es dazu in einer entsprechenden Aussendung.

Echo ist enorm

Klaus Höllbacher hat in Graz inzwischen eine kleine Lawine losgetreten, denn die Rückmeldungen – besonders unter den Tanzsportvereinen, vom Ballett bis hin zur Rhythmischen Sportgymnastik – sind beachtlich, so sind unter anderem VGT und ATG unter den Unterstützern und wollen ukrainische Kinder und Jugendliche ins Training integrieren.

Mittlerweile gibt es für alle Interessierten auch eine eigene Homepage, auf der sich sowohl Vereine als auch Ukraine-Flüchtlinge für ihre sportbegeisterten Kinder informieren können: „Unter such-verein-graz.at, was für S(upport) U(krainian) CH(ildren)-Verein-Graz stehen soll, sind alle bisherigen Angebote zusammengefasst und das sowohl auf Deutsch als auch auf Ukrainisch“, zeigt sich der Tanzlehrer stolz. „Das Angebot wird laufend ergänzt.“

Um die Initiative breiter bekannt zu machen, soll es demnächst auch eine Flyer-Aktion geben, für die Stadtrat Kurt Hohensinner bereits eine Unterstützung zugesagt hätte, so Höllbacher. Und auch in anderen Städten soll die Idee Wurzeln schlagen. 

Alle Infos gibt es hier: www.such-verein-graz.at