In steirischen Schulen: Fast 1.300 ukrainische Kinder werden betreut

Rund 1.275 ukrainische Kinder heben bereits in steirischen Schulen die Hand. Foto: Symbolbild: Gabriele Paar/Privatschulen der Erzdiözese Wien

Das Land Steiermark lieferte eine Aktualisierung über die Ukraine-Hilfe, fast 8.000 Flüchtlinge sind registriert. Für rund 1.275 ukrainische Schülerinnen und Schüler soll es auch im Sommer ein Angebot geben.

STEIERMARK. Seit vier Monaten dauert der Krieg in der Ukraine nun bereits an. In diesen vier Monaten wurden insgesamt 7.923 ukrainische Flüchtlinge in der Steiermark registriert, wie das Land am Mittwoch bekannt gegeben hat. Der Großteil davon sind Frauen (rund 70 Prozent) und Kinder unter 14 Jahren (25 Prozent). Nun werden zusätzliche Maßnahmen getroffen, um die ukrainischen Gäste zu integrieren.

Eigene Koordinatorin

In Graz wurde dafür Galyna Skotnik engagiert. Die Pädagogin und Aufnahmekoordinatorin werkt derzeit in der Volksschule St. Leonhard und betreut dort 21 Schülerinnen und Schüler aus der Ukraine in zwei Altersgruppen.

„Ich durfte die Kinder von Anfang an begleiten und sie sind hier sehr aufgeblüht.“
Galyna Skotnik, Pädagogin

Echte Ansprechpartnerin

Skotnik lebt seit 15 Jahren in Graz und ist außerdem Obfrau des ukrainischen Kulturvereins. Beim Land spricht man von einer Win-Win-Situation. Mit der Ukrainerin haben die Kinder eine Ansprechpartnerin, wodurch auch die Integration leichter fällt. Skotnik wiederum freut sich darüber, „dass so schnell agiert und alles schnell organisiert wurde.“ Ihre Schützlinge werden in Österreich bleiben und im Herbst in reguläre Klassen eingestuft. „Die Mütter sind dafür sehr dankbar“, sagt sie.

Die meisten ukrainischen Kinder besuchen die Volksschule.
Die meisten ukrainischen Kinder besuchen die Volksschule. Foto: Symbolbild Pixabay

Viele Maßnahmen

Auch in den Regionen ist die Integration der rund 1.275 ukrainischen Schüler gut angelaufen, dafür wurden Deutschförderklassen eingerichtet, ukrainische Pädagoginnenund Pädagogen eingestellt sowie Sprachpatinnen und -paten zur Unterstützung engagiert. Mittlerweile wird für die ukrainischen Kinder an einigen Standorten auch Schulpsychologie angeboten.

Einige Herausforderungen

Selbstverständlich gibt es in Sachen Integration auch Herausforderungen: Da in der Ukraine das Schuljahr mit 30. Mai endet, ist die Koordination nicht immer einfach. Zudem ist die Zuteilung zu den jeweiligen Schulstufen schwierig. Einige Schülerinnen und Schüler nutzen deshalb bereits das digitale Schulangebot der Ukraine, um das Jahr abzuschließen. Über den Sommer sind verschiedene Angebot für Deutschförderung und ein Ferienprogramm geplant.