Initiative „Steiermark hilft“: Jeder kann jetzt seinen Teil beitragen

Helfende aus der Steiermark
Mit der Initiative "Steiermark hilft" mobilisieren Cornelia Schweiner (l.) und Co. Helfende in der ganzen Steiermark. (c) Rupert Wackerle

Initiative „Steiermark hilft“ koordiniert in der Steiermark und im Bezirk die Hilfe für die geflüchteten Ukrainer:innen.

STEIERMARK/SÜDOSTSTEIERMARK. Die Grazer Uni-Mitarbeiterin Ulrike Krawagna und Landtagsabgeordnete Cornelia Schweiner aus Fehring sind die Gründerinnen der Initiative „Steiermark hilft“. Das Team organisiert die hilfsbereite Zivilgesellschaft, berät Unterkunftsgeber:innen, vermittelt Dolmetscher:innen und koordiniert Sachspenden. Auch psychotherapeutische Unterstützung und Online-Deutschkurse deckt die Initiative ab.

„Wir haben schon über 100 freiwillige Helfer in unserem Team und konnten bislang mehr als 270 Menschen bei privaten Quartiergebern im Raum von Bad Radkersburg, über Fehring, Riegersburg, Puch bei Weiz, Rosental in der Weststeiermark bis zum Großraum Graz unterbringen“, so Schweiner.

Christina Rath-Liehr mit den geflüchteten Familien, die nun in der Gemeinde Riegersburg eine Unterkunft haben. (c) Schweiner

Information über Zoom

Quartiergeber:innen werden über Zoom zu Themen wie GrundversorgungTraumabewältigung oder Arbeitsmarktzugang informiert. Schweiner lobt das große allgemeine Engagement, das u.a. im Bezirk an den Tag gelegt wird. Christina Rath-Liehr in der Gemeinde Riegersburg etwa habe sich der Initiative angeschlossen und betreue im Haus ihres Bruders als Host zwei Frauen und vier Kinder.

Auch Dominik Wagner, Kaplan in den Pfarren Bad GleichenbergGnas und Trautmannsdorf, führt Schweiner als einen von vielen proaktiven Akteur:innen an. Der Geistliche wiederum weist darauf hin, dass sich Geflüchtete jeden Donnerstag und Sonntag im Pfarrheim in Bad Gleichenberg vernetzen können.

LAbg. Cornelia Schweiner mit der kleinen Katya aus Mariupol. (c) Rupert Wackerle

Schweiner sucht neben weiteren Quartiergeber:innen auch Buddys, also Ansprechpartner:innen für die Ankömmlinge. „Das Schlimmste wäre, wenn man die Menschen jetzt alleine in den Wohnungen sitzen lässt“, betont Schweiner und bittet, den Menschen aus der Ukraine an ihrem jeweiligen neuen Wohnort Orientierung zu geben oder sie auch auf Amtswegen zu begleiten. In puncto Sachspenden sei „zielortgenaue Hilfe“ gefragt. Von überbordenden Kleiderspenden sei Abstand zu nehmen. Für finanzielle Hilfe wurde ein Konto eingerichtet (siehe unten).

Aber nicht nur die Flüchtlinge im Bezirk Südoststeiermark finden beste Betreuung vor. Auch die Menschen vor Ort in der Ukraine geraten nicht in Vergessenheit. Riegersburger brachten auf Initiative der gebürtigen Ukrainerin Tetyana „Tanja“ Rappold nach einer Spendenaktion in der Gemeinde Rollstühle, Medikamente von Fehrings Apotheker Johann Winkelmaier und Sachspenden im Konvoi über Ungarn – 1.300 Kilometer hin und retour – persönlich an die ukrainische Grenze.

Spendenkonto:
AT71 1420 0200 1096 3541
BIC: EASYATW1

Kontakt:
office@steiermark-hilft.at
0676/4777730
www.steiermark-hilft.at

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