Job und Schule: Arbeiten und Lernen in der Steiermark

Sowohl der Schulbesuch für geflüchtete Kinder als auch das Finden einer Arbeit ist für Flüchtlinge in der Steiermark möglich

Schule

Der Schulbesuch ist für geflüchtete Kinder in öffentlichen Schulen kostenlos möglich und bietet die Möglichkeit, Deutsch zu lernen, Freundschaften zu knüpfen und sich im neuen Umfeld einzuleben.

Schulbesuch in Graz

Wird in Graz ein Schulplatz an einer Volksschule (6-10 Jahre), Mittelschule (10-14 Jahre) oder Polytechnischen Schule (15 Jahre) benötigt, erfolgt die Registrierung entweder bereits im Aufnahmezentrum in der Messe Graz oder beim Abi-Service der Stadt Graz (Keesgasse 6, 8010 Graz, E-Mail: abiservice@stadt.graz.at, Tel.: +43 316/872 7474).

Für die Zuteilung eines Betreuungsplatzes in einer Kinderkrippe (0-3 Jahre) oder einem Kindergarten (3-6 Jahre) ist für Graz ebenfalls das Abi-Service der Stadt zuständig (Keesgasse 6, 8010 Graz, E-Mail: abiservice@stadt.graz.at, Tel.: +43 316/872 7474)

In Kinderkrippen und -gärten ist der Essensbeitrag von 37,98€ pro Monat zu bezahlen.

Für die Schulanmeldung im Abi-Service sollte online oder telefonisch ein Termin vereinbart werden. Zu diesem Termin sind alle vorhandenen Unterlagen des Kindes mitzubringen. Nach der Zuweisung des Kindergarten- oder Schulplatzes werden die Erziehungsberechtigten von der Kindergarten- oder Schulleitung kontaktiert und über den weiteren Ablauf informiert.

Wenn ein Schulplatz für Jugendliche ab 15 Jahren an einer Allgemein bildendenden höheren Schule (AHS) oder einer Berufsbildenden mittleren oder höheren Schule (BMHS) benötigt wird, kann man sich direkt an die jeweilige Schule wenden.

Schulbesuch außerhalb von Graz

Auch wenn außerhalb von Graz ein Kindergarten- oder Schulplatz benötigt wird, soll man sich direkt an die betroffene Schule oder Wohnsitzgemeinde richten.

Job

Mit der „blauen Aufenthaltskarte“ darf man in Österreich arbeiten. In vielen Branchen werden dringend Arbeitskräfte gebraucht.

Für die Vermittlung von Arbeitsplätzen ist das AMS (Arbeitsmarktservice) zuständig. Um Informationen über Jobangebote zu erhalten, muss man sich bei der nächstgelegenen AMS-Stelle registrieren. Auf der Homepage https://www.ams.at/organisation/adressen-und-telefonnummern#steiermark sind die Kontaktdaten der einzelnen AMS-Stellen in der Steiermark aufgelistet. Zur Registrierung beim AMS soll unbedingt die blaue Aufenthaltskarte und nach Möglichkeit eine Person zum Dolmetschen mitgebracht werden.

Wenn bereits ein Job in Aussicht ist, kann der Arbeitgeber einen Antrag auf Beschäftigungsbewilligung stellen.

Für erste und allgemeine Fragen zum österreichischen Arbeitsmarkt steht die folgende E-Mail-Adresse zur Verfügung, wo Fragen auch auf Ukrainisch und Russisch beantwortet werden: ukraine@ams.at

Das AMS hat zudem ein Portal zur Jobsuche eingerichtet, das über den folgenden Link besucht werden kann: https://jobs.ams.at/public/emps/. Auf diesem Portal kann man im oberen Suchfeld die Schlagwörter „Menschen aus der Ukraine“ eingegeben, dann erscheinen Stellenangebote von Unternehmen, die Geflüchtete herzlich zu einer Bewerbung einladen.

Für manche Berufe (z.B. Krankenpfleger:innen, Ärtz:innen, Rechtsanwält:innen) ist eine Bestätigung notwendig, dass die Ausbildung anerkannt wird (= Nostrifizierung). Bei der Anerkennung der absolvierten Ausbildung ist die AST (Anlaufstelle für Personen mit im Ausland erworbenen Qualifikationen) des Zentrums Zebra behilflich. Ein Termin kann telefonisch unter +43 316 83 56 30 100 zu den folgenden Zeiten vereinbart werden:

  • Montag und Mittwoch: 10:00 bis 12:00
  • Dienstag und Donnerstag: 14:00 bis 16:00

Hier gibt es offene Stellen

In Krankenhäusern werden besonders dringend Arbeitskräfte gesucht. Deshalb können bis Ende dieses Jahres Menschen ohne Ausbildung in der Basisversorgung angestellt werden. Auch Pflegeassistenzkräfte und Ärzt:innen dürfen mit der Arbeit beginnen, bevor die Anerkennung der Ausbildung abgeschlossen ist. Bewerbungen um eine Stelle im Krankenhaus können an ukraine@kages.at gesendet werden.

Von der Bildungsdirektion Steiermark werden außerdem ukrainischsprachige Lehrpersonen gesucht. Die Bewerbung um eine Anstellung ist unter dem folgenden Link möglich: https://www.bildung-stmk.gv.at/service/informationen-ukraine/kontaktformular.html.

Ukrainische Wissenschaftler:innen oder Studierende der Geschichte, der Wirtschaftswissenschaften oder der Soziologie können sich beim Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung für eine Mitarbeit an laufenden Forschungsprojekten bewerben. Mehr Informationen dazu liefert die Homepage des Boltzmann Instituts: https://bik.ac.at/offene-stellen-open-positions-fuer-ukrainische-wissenschaftler/

Besonders wichtig

Wenn man einen Job annimmt, ist es wichtig, dass man genug verdient. Bei der Grundversorgung gibt es nämlich eine Zuverdienstgrenze von maximal 110€. Wer mehr als 110€ verdient, verliert die Grundversorgung und oft auch die billige Wohnung.