Suche nach Fachkräften: Pankl unterstützt Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine

Noch heuer soll das neue Luftfahrtwerk im High-Tech-Park in Kapfenberg eröffnet werden. Foto: Pankl Racing Systems

Die Pankl-Gruppe ist auf mehreren Ebenen aktiv, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ans Unternehmen zu binden. Dabei beschreitet man auch kreative Wege.

KAPFENBERG. Ein bloßes Jobangebot reicht heutzutage nicht mehr aus, um zu neuen Mitarbeiter:innen zu kommen. Der Mangel an Fachkräften schlägt voll und die Unternehmen sind überaus ideenreich, wenn es darum geht, Mitarbeiter:innen zu rekrutieren.

So versucht Pankl Racing Systems geflüchteten Menschen aus der Ukraine so gut es geht zu helfen. Neben internen Spendenaktionen bei Pankl und SHW AG, mit Sitz im deutschen Aalen, für ukrainische Flüchtlinge, stellen Pankl und die Pierer Immoreal fünf Wohnungen für ukrainische Flüchtlingsfamilien in Kapfenberg zur Verfügung. Zusätzlich stellt Pankl bei Bedarf auch geflüchtete Personen ein und bietet in diesem Zuge auch Deutschkurse an.

Fachkräfte und Lehrlinge gesucht

Auch die nächsten Jahre stehen bei Pankl im Zeichen des Wachstums, noch heuer soll in Kapfenberg das neue Luftfahrtwerk eröffnet werden. Um diesen gemeinsam zu bewältigen, werden jetzt kräftig Fach- und Nachwuchskräfte gesucht. Neben dem neuen Pankl Tower soll künftig auch die Pankl Academy als zentrale Drehscheibe für Aus- und Weiterbildung im Konzern noch stärker forciert werden, um die Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten verstärkt als nutzbringenden Effekt einzusetzen.

Ein starker Fokus liegt auch auf der eigenen Gesundheit: Neben der Erweiterung des Gesundheitsförderprogramms soll durch ein erhöhtes Sportangebot nicht nur ein stärkerer Fokus auf die persönliche Fitness gelegt werden, sondern auch auf den Teamzusammenhalt. Dadurch soll die persönliche Zufriedenheit im Unternehmen weiter gesteigert werden.

Frauen für technische Berufe begeistern

Mittlerweile weißt Pankl eine Frauenquote von mehr als 30 Prozent auf, im High-Performance-Werk liegt der Anteil an weiblichen Mitarbeiterinnen sogar schon bei der Hälfte der Mitarbeiter. Der Wert ist letztendlich auch den Mühen geschuldet, dass Pankl es geschafft hat, eine Arbeitsumgebung in der Produktion zu schaffen, die nicht auf die körperliche Anstrengung zielt, sondern genaues Arbeiten erfordert.

Harald Egger ist Personalchef bei Pankl.
Harald Egger ist Personalchef bei Pankl. Foto: Martin Meieregger

In Kooperation mit der Stadtgemeinde Kapfenberg und den städtischen Kindergärten, können ab nächstem Kindergartenjahr auch Kinder in der Anmeldung berücksichtigt werden, die ihren Wohnsitz nicht in Kapfenberg haben, aber bei Pankl arbeiten. „Somit möchten wir die Kinderbetreuung in die Nähe des Arbeitsplatzes holen“, erklärt Personal-Chef Harald Egger.