Über 5.000 Menschen im Ankunftszentrum erfasst

Aufnahmezentrum Steiermark
Unterstützerinnen und Unterstützer der Caritas helfen auch mit süßen Kleinigkeiten aus. (c) Land Steiermark/Robert Binder

Seit exakt vier Wochen ist das Ankunftszentrum für Vertriebene aus der Ukraine in Graz in Betrieb. Knapp mehr als 5.000 Flüchtlinge aus der Ukraine sind in diesem Zeitraum allein im Ankunftszentrum in Graz aufgenommen und registriert worden.

STEIERMARK. Im Ankunftszentrum in der Halle D der Grazer Messe arbeiten seit 16. März das Flüchtlingsreferat des Landes Steiermark, die Landespolizeidirektion, das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl sowie Rotes Kreuz und Caritas eng bei der Erfassung, Registrierung und Versorgung der Geflüchteten aus der Ukraine zusammen. „Im Ankunftszentrum gibt es eine sehr starke Synergie zwischen dem Land Steiermark und den Hilfs- und Einsatzorganisationen, die sich auch im reibungslosen Ablauf vor Ort widerspiegelt“, so Europalandesrat Christopher Drexler.  

Vor Ort erfolgt die Registrierung durch die Behörden sowie die Aufnahme in die Grundversorgung beziehungsweise der rasche Weitertransport in kleinere, regional verteilte Unterkünfte. Die Ankommenden werden auch auf eine mögliche Covid-Infektion getestet, medizinisch und psychologisch betreut sowie mit Essen und Getränken versorgt. Für 200 Menschen besteht die Möglichkeit, in der Halle D auch zu übernachten.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Caritas sind im Ankunftszentrum mit Rat und Tat zur Stelle. (c) Land Steiermark/Robert Binder

5.164 Personen in Grundversorgung

In der Grundversorgung durch das Land Steiermark befinden sich mit aktuellem Stand (14.04.2022) 5.164 Personen aus der Ukraine. Rund 35 Prozent dieser Personen befinden sich in Graz, zehn Prozent in Graz-Umgebung, neun Prozent in der Südoststeiermark – alle steirischen Bezirke haben Vertriebene aus der Ukraine aufgenommen.

„Nun gilt es, dass wir es gemeinsam schaffen, die notwendigen Integrationsschritte umzusetzen.“

Herbert Beiglböck, Caritasdirektor

Insgesamt stehen aktuell knapp 7.000 gemeldete freie Unterkunftsplätze zur Verfügung. 1.218 Vertriebene sind Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren. Etwa 700 davon besuchen laut der Bildungsdirektion eine steirische Schule. Laut Polizei wurden – in Graz, aber auch in regionalen Außenstellen beziehungsweise durch mobile Teams – 5.778 Personen aus der Ukraine erfasst. Etwa 70 Prozent sind weiblich, 27 Prozent sind jünger als 14 Jahre.