Imst bietet Flüchtlingen eine Ruheinsel

Integrations-Obmann Richard Aichwalder mit Kirsten Mayr vom Integrationsbüro und Johanna Heumader-Schweigl von "Miteinand".

IMST. Der Ukrainekrieg hat längst auch Imst erreicht. Derzeit sind rund 80 Vertriebene, vor allem Frauen und Kinder, in der Kommune aufgenommen und gut versorgt. 48 Waisenkinder sind im SOS-Kinderdorf untergebracht. Richard Aichwalder vom Integrations-Ausschuss lud vergangene Woche zu einem Informationsgespräch und klärte dabei auf, wie der Umgang mit den Kriegsflüchtlingen gestaltet ist.

Koordinationsgruppe gebildet

„Es wurden an die 80 Vertriebene in der Stadt Imst aufgenommen, darunter 48 Waisen aus einem ukrainischen Heim – deren Betreuung hat das SOS-Kinderdorf übernommen. Eine Koordinationsgruppe mit den Tiroler Sozialen Diensten (TSD) und Vertretern von Gemeinde, Polizei und anderen Partnern sorgt für eine geregelte Zuteilung“, erklärte Aichwalder.

Lokale Infos in Heimatsprache

In Imst selbst ist man aber auch aktiv geworden, das Integrationsbüro und „Miteinand“ haben eine Mappe zusammengestellt, in der die Ukrainer und Ukrainerinnen viele wichtige lokale Informationen in ihrer Heimatsprache gebündelt vorfinden. Kirsten Mayr vom Integrationsbüro dankt den vielen freiwilligen Helfern, darunter neun ÜbersetzerInnen und vielen Imsterinnen und Imstern, die die Vertriebenen bei sich aufnehmen. „das Engagement der ImsterInnen ist groß. Alle Flüchtlinge sind bei uns gut versorgt – aber sie brauchen nun erstmals Ruhe, um sich von den Schrecken des Krieges und der Flucht zu erholen“, sagt Mayr. 

Sach- und Geldspenden gefragt

Sachspenden können beim ISSBA oder beim Kleiderladen des Roten Kreuzes abgegeben werden, Geldspenden nimmt die Caritas, die Volkshilfe und andere Institutionen entgegen. Derzeit haben sich jedenfalls genug Unterkunftgeber gemeldet, das Ehrenamt der lokalen Akteure will man aber optimal einsetzen. Deshalb ist der Kontakt mit Kirsten Mayr oder Johanna Heumader-Schweigl die erste Adresse, wenn man sich engagieren will. Unter den Nummern 0664-60698218, bzw. 0664-60698291 sind die Koordinatorinnen zu erreichen. Rund vier Millionen Menschen sind derzeit nur aus der Ukraine auf der Flucht. Sie bekommen vom Staat vorerst einen temporären Aufenthaltstitel für ein Jahr und haben mit der blauen Karte auch Zugang zum Arbeitsmarkt.