Das „Haus Emma“ hilft ukrainischen Geflüchteten in Wien

Teamleiterin Mariam Vahanian erwartet noch weitere ukrainische Familien im Haus Emma. Ihr Team greift den Menschen unter die Arme. Foto: Patricia Hillinger

Die Caritas errichtete mit dem „Haus Emma“ in Wien-Penzing einen sicheren Ort für geflüchtete Menschen aus der Ukraine.

WIEN/PENZING. Die Caritas der Erzdiözese Wien eröffnete das nächste Hilfsangebot für ukrainische Geflüchtete in der Zimbagasse 3 gegenüber dem Auhof Center. Im „Haus Emma“ leben derzeit 27 Personen, davon 16 Kinder.

Besuch bekamen sie bereits von der Ehefrau des Bundespräsidenten, Doris Schmidauer, und von Caritasdirektor Klaus Schwertner. „Der Krieg in Europa verursacht dramatisches Leid. Millionen von Menschen sind auf der Flucht. Mit dem Haus Emma setzen wir in Wien den nächsten Schritt in einem unserer breitaufgestellten Hilfsangebote für ukrainische Geflüchtete“, so Schwertner.

Weitere Häuser in Aussicht

Neben dem „Haus Emma“ sollen im Laufe des Monats noch weitere Unterbringungsplätze eröffnet werden, „und zwar im 13. und 21. Bezirk“, weiß Teamleiterin Vahanian. Das „Haus Emma“ ist für 59 Personen ausgelegt. Der Krisenstab der Caritas bereitet laufend zusätzliche Unterbringungen und Versorgungen vor. Außerdem ist die Caritas weiterhin am Hauptbahnhof in Wien mit einem Infopoint präsent, wo erste Informationen sowie Getränke und Verpflegung ausgegeben werden.

Das Haus Emma befindet sich in der Zimbagasse 3. weitere Häuser sollen in den Bezirken 13. und 21. folgen. Foto: Patricia Hillinger

Beim Caritas-Tageszentrum am Erste Campus unmittelbar neben dem Hauptbahnhof können sich die Geflüchteten außerdem ausruhen, bekommen eine warme Mahlzeit und es gibt eine vom SOS Kinderdorf betreute Kinderecke. Der Wunsch nach Deutschkursen und Arbeit ist bei den Geflüchteten groß. „Wir versuchen den Familien das Bestmögliche anzubieten“, erklärt Vahanian. Im „Haus Emma“, das von der Umdasch Foundation finanziert wird, zieht unterdessen immer mehr Leben ein.

Vier Lernbuddys vom Projekt „Lernen macht Schule“ werden zudem schon bald ihr freiwilliges Engagement aufnehmen. Bei dem Projekt kommen WU-Studierende einmal pro Woche mit den von ihnen betreuten Kindern und Jugendlichen zusammen und unterstützen sie beim Lernen und bei sonstigen Fragen.

Im Fall vom „Haus Emma sprechen“ sie auch Ukrainisch und Russisch, damit sie ihre Buddys auch wirklich unterstützen können. „Es ist schön zu sehen, dass die Kinder und Frauen im Haus Emma ankommen und sich langsam wieder orientieren können“, sagt Doris Schmidauer.